In der Praxis besteht ein gravierender Unterschied zwischen selbstverantwortlich unterhaltenen
Fassadenbegrünungen an überschaubar großen (also kleineren) Gebäuden und solchen, für die sich niemand so interessiert, dass die erforderliche Pflege wirklich
geleistet wird.
Vor allem an selbtsgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern kann daher manche Fassadenbegrünung mit solchen Pflanzen oder Kletterhilfen und Befestigungsmitteln realsiert werden, die für größere und anonymer verwaltete Bauwerke nicht empfehlenswert sind.
Insbesondere die tatsächliche Gewährleistung situationsgerechter Schnittmaßnahmen am Fassadenbewuchs verspricht gute Begrünungserfolge, auch wenn nicht alle
Kriterien einer optimalen Abstimmung von Bepflanzung, Standort (auch Fassade) und Kletterhilfe erfüllt sind. Zum Teil ist der meist gute Pflegezustand von Fassadenbegrünungen an selbstgenutzen Gebäuden auch darauf zurückzuführen, dass häufig die Maßnahmen relativ klein, bzw. niedrig sind.
Allerdings hat die Wirkung von Pflege bei Wandbegrünungen auch Grenzen. Ungeeignete - oder gar schlechte - Kletterhilfen (z.B. billige Mitnahmeartikel oder "Basteleien" angeblicher Rankhilfen) erweisen sich oft schon nach wenigen Jahren als zu teures Ärgernis. Unangepasster, aber bereits etablierter, Fassadenbewuchs wächst den Verantwortlichen schon bei etwas Vernachlässigung in der Praxis immer wieder "über den Kopf".
 Fassadenbegrünung mit funktionalen Kletterhilfen vor kleinen Flächen (Prinzip/Animation)
Wir wollen - als engagierte "Fassadenbegrünuner" - unbedingt Begrünungen vermeiden helfen, die den Initiatoren längerfristig mehr Verdruss als Freude bereiten - oder gar zur Entfernung von Fassadenbewuchs führen und legen daher sehr strenge Maßstäbe an die Ausführung an. Je weniger gärtnerischen Umgang eine Fassadenbegrünung voraussichtlich erfahren wird, desto konsequenter muss diese Strenge erfahrungsgemäß betrieben werden. Arbeiten zur Pflege und Erhaltung sollten jedoch immer soweit wie möglich reduziert werden - auch wenn der anzunehmende Aufwand aktuell (noch) nicht als beachtenswerte Belastung wahrgenommen wird.
Wo Gerüstkletterpflanzen nötig oder gewünscht sind, tragen geeignete Kletterhilfen mit angemessener Befestigung erheblich dazu bei, den Erhaltungsaufwand zu minimieren und gleichzeitig ganzjährig optisch ansprechende Ergebnisse zu erzielen. Funktion und Design von Kletterhilfen sind ein wesentliches Qualitätsmerkmal - besonders bei Fassadenbegrünungen mit laubabwerfenden Kletterpflanzen.
In diesem Sinne empfehlen wir auch Heimwerkern und Hobbygärtnern, sich um situativ angemessene Qualitäten zu bemühen. "Bindedraht und Dachlatten" sollten u.E. generell nicht für ausdauernde Kletterpflanzen vorgesehen werden. Auf Dauer bereitet derartiges "Gefrickel" (z.B. "Karnickeldraht" um Regenfallrohre) selbst besonders engagierten Hobbygärtnern ebensolchen Verdruss wie kleinstformatige, billige "Rankhilfen" vom Discounter. Zwar kosten die "soviel wie nichts" aber ihre Preiswertigkeit relativiert sich unter Berücksichtigung des Aufwandes für Montage und baldige Beseitigung - oft auch durch eher schäbiges Aussehen vor allem im Winter.
|
Die begrünbaren Fassadenflächen an Ein- und Zweifamilienhäusern sind häufig klein. Das muss bei der Auswahl von Kletterpflanzen berücksichtigt werden. Mitunter sind sie auch so proportioniert, dass einzelne Kletterhilfen und damit eher punktuelles Grün noch kein optisch wirklich überzeugendes Resultat schaffen. Durch verbindende Elemente oder einfach verlängerte Profilüberstände lassen sich wirksame Anpassungen erzielen. (Siehe Animation oben.)
Für den Bedarf an Polygrün-Kletterhilfen in geringer Stückzahl haben wir "Standardelemente" entwickelt. Diesen liegen Profilabstände im 10-cm-Raster ab 20 cm x 20 cm zugrunde. Bis Feldweite 30 cm x 30 cm sind Standardelemente als Kletterhilfe für filigrane Rankpflanzen, wie z.B. Clematis-Hybriden geeignet. Für triebstärkere Ranker (und solche mit kräftigen, langen Rankorganen), Schlingpflanzen und Spreizklimmer sollten Kletterhilfen mit größeren Feldweiten vorgesehen werden. Standardelemente sind in Größen bis ca. 600 x 200 cm lieferbar und werden auf Kundenwunsch von uns montiert. Leider sind die Frachtkosten größerer Elemente erheblich, wenn es uns nicht gelingt eine Beiladung zu organisieren.
Ab 01.04.08 ergänzen wir deshalb das Polygrün Angebot um einige katalogisierte Modelle im Stecksystem, die kostengünstig via Paketdienst versandt werden können und in vielen Fällen dem Bedarf an Ein- und Zweifamilienhäusern, Grenzmauern u.ä. gerecht werden.
Informieren Sie sich hier über Details der Polygrün "Standardelemente", die
Katalog-Modelle und die Kostenaspekte einer Farbbeschichtung in Eigenleistung (Verweise links unter Prinzipskizze).
|
|