Funktionale Polygrün-Klettermatten
zur Begrünung breiter Fassadenflächen mit Kletterpflanzen

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Wandbegrünung einer Bekleidung aus Trapezblech mit Kletterhilfen
Beispielhafte Ausgangssituation - niedrige breite Fläche ohne Untebrechung durch Öffnungen

Allgemeines

Die hier betrachtete Ausgangssituation ähnelt z.B. einer Garagenseitenwand oder der Ansicht einer flachen Halle und ist entsprechend übertragbar.
Die dazu nachfolgenden Begrünungsbeispiele sind - entsprechende Breite vorausgesetzt - natürlich miteinander kombinierbar und auch einzeln oder gruppiert als niedrige Begrünung an höheren Bauwerken geeignet.

Prinzipiell kommt hier kein starkwüchsiger Bewuchs infrage - vor allem kein hoher schlingender, also vor allem vertikal orientierter. Daher empfehlen wir hier Feldweiten, die einen passablen Kompromiss der Ansprüche rankender, schlingender und spreizklimmender Arten bilden. Dieser liegt im Bereich um ca. 30 cm x 30 cm bis 40 cm x 40 cm.

Für schlingende Pflanzen bis etwa vier Meter Höhe sind evtl. auch schmalere und/oder höhere Felder angemessen, aber wir haben mit der Feldweite 30 cm x 40 cm (b x h) für ausdauernde windende Arten generell gute Erfahrungen gemacht. Die für Schlingpflanzen vorgesehenen Kletterhilfen sollten mindestens aus drei Vertikalprofilen bestehen und bei Höhen um 4 m nicht breiter als 1,5 m gewählt werden.

Bezüglich der Feldweiten gilt ähnliches für Rankpflanzen. Selbst eher filigrane Arten (z.B. Clematis) kommen großteils mit 30 cm x 30 cm gut zurecht. Allerding dürfen die Kletterhilfen gerne etwas breiter sein. Vor allem stärker wachsende, sprossrankende Arten vertragen größere Feldweiten und deutlich breitere Kletterhilfen - insbesondere wenn sie geleitet und geschnitten werden.

Kletterhilfe als Stütze für kriechendes Gehölz / Bodendecker
Cotoneaster an stützender
Kletterhilfe mit Rautenstruktur
(Angelegt 1986, Foto Jan. 2007)

Für die allesamt eher holzigen Spreizklimmer mit einem gewissen "Einsteckbedarf" sind 40 cm x 40 cm allgemein günstig. Nur für sehr langsam wachsende Arten an windexponierten Standorten sind ggf. kleinere Feldweiten sinnvoll. Zur Fassadenbegrünung mit Kletterrosen empfehlen wir Kletterhilfen mit bis etwa zwei Meter Breite.
Solche Konstruktionen können auch zur Stützung schlecht oder nicht haftender Haftwurzekletterer (hier bevorzugt Euonymus fortunei) und einiger eigentlich nicht kletternder, sondern eher kriechender Arten eingesetzt werden.
Z.B. hat sich an einer unserer Testflächen eine höherwüchsige Sorte Cotoneaster als geeignet (für Höhen bis ca. 3 m) und ausgesprochen pflegeleicht erwiesen. Der jährliche Schnitt mit der Heckenschere dauert nur wenige Minuten. Lediglich der langsame Wuchs stellt einen anfänglichen Nachteil dar. Dem kann durch anfangs kombinierte Bepflanzung (z.B. mit einjährigen Kletterpflanzen) begegnet werden.

Variante 1 - Vertikal orientierte Kletterhilfen (Rankhilfen)

Breite Wand, kahl - ohne Kletterhilfen und Begrünung
Kahl, langweilig und einladend für Sprayer und Wandalen!   

Die beispielhaft gewählte Wand ist mit Trapezblech bekleidet. Zur Begrünung einer solchen Fassade empfehlen wir Anpassungen der Feldmaße von Kletterhilfen an die Wellung. Näheres hierzu erfahren Sie demnächst unter WÄNDE MIT BEKLEIDUNG.
Stehen Blechstruktur und Befestigungsachsen (meist = Verstärkung) der Kletterhilfe rechtwinklig zueinander, können die Feldmaße frei gewählt werden.

Polygrün Kletterhilfen zur Fassadenbegrünung auf Trapezblech
Schon die Struktur unbepflanzter und rein funktionaler  
Kletterhilfen bricht die Monotonie solcher Fassaden. Die Wir-  
kung des Effektes kann durch Variation der Elementhöhen und  
der Elementabstände untereinander noch verbessert werden.  

Umfasst ein Projekt (Auftrag) mehrere identische Kletterhilfen können wir wirtschaftlicher fertigen und geben diesen Vorteil (ersparte Formeinrichtung) an unsere Kunden weiter. Zwischen ein und vier Stück identischer Bauart ergeben sich pro Stück die merklichsten Preisvorteile. Auch "ähnliche" Kletterhilfen reduzieren den Formgebungsaufwand und wirken daher preismindernd.

Dieser Vorschlag basiert daher auf neun ähnlichen Kletterelementen von denen jeweils vier und fünf Stück identisch sind.

Neben der Preisminderung durch (Klein)Serienfertigung bietet die Gruppierung einzelner kleinerer Kletterelemente weitere Vorteile. U.a unterstützt sie eine abwechslungsreiche und gleichzeitig leicht zu pflegende Bepflanzung größerer Flächen. Dabei bewirkt sie mit reduziertem Aufwand einen relativ hohen Begrünungsgrad. Die übergrünte Fläche ist i.d.R. erheblich größer anzusetzen, als die Gesamtfläche der Kletterelemente.

Polygrün Kletterhilfen mit Querverbindung auf Trapezblechfassade
Querverbindungen fassen einzelne Polygrün
Kletterelemente zu optischen Einheiten zusammen.

Durch Einfügen von Querverbindungen stellt man mit geringem Aufwand optische Einheiten her, die sich natürlich beliebig darstellen können. Auf breiteren (längeren) Wänden, betonen Unterbrechungen von Querverbindungen einzelne Gruppen.
Kurze Querverbindungen benötigen keine zusätzlichen Befestigungen. Hierzu werden einfach Rohrabschnitte auf die (ausreichend langen) Überstände der Horizontalprofile (Quersprossen) der Klettermatten gesteckt

Polygrün Fassadenbegrünung; Rankhilfen, vertikal orientiert mit Querverbindungen untereinander
Querverbundene Polygrün Kletterelemente mit zwei Arten abwechselnd bepflanzt (Prinzipdarstellung)

Etwa so könnte sich die begrünte Beispielwand ein bis zwei Vegetationsperioden nach Bepflanzung unbeschönigt darstellen. Blütenpracht und Sonnenschein stellen in unseren Breiten leider oft nur ein kurzes Highlight dar. Für die meiste Zeit des Jahres dominieren belaubte oder unbelaubte Pflanzen und die Kletterhilfen das Aussehen einer Fassadenbegrünung. Durch Bereitstellung von ansehnlichen und pflanzengerechten Kletterhilfen, sowie Empfehlungen zur Bepflanzung möchten wir u.a. erreichen, dass Fassadenbegrünungen immer ansprechend aussehen.

Hier können Sie zum Beispiel "Variante 1" konkrete
Leistungsbeschreibungen und Preisangaben
für die gewählten Polygrün-Kletterelemente und geeignete Befestigungsmittel einsehen.
Bei Interesse beachten Sie bitte auch unsere allgemeinen Hinweise zur
Ausschreibung funktionaler Polygrün Kletterhilfen ...


Praxisbeispiel: Begrünung eines Abluftbauwerkes mit
funktionalen Polygrün Klettermatten


Fassadenbegrünung mit Polygrün-Klettermatten und Clematis montana
Polygrün-Klettermatten mit Querverbindungen zur flächigen Begrünung einer frischen
Betonwand mit Clematis montana. (Realisierung Herbst 2005, Foto Mai 2006)

Hier können Sie die seinerzeitigen Leistungsbeschreibungen und Preisangaben
(unser Angebot) zu diesem BV einsehen.



Variante 2 - Horizontal orientierte Kletterhilfen (Rankhilfen)

Trapezblechfassade ohne Rankhilfe, bzw. Begrünung - Ausgangssituation
Wiederholung der Ausgangssituaton - breite kahle Wand

Polygrün Klettermatte als breite Rankhilfe
Polygrün-Klettermatte mit horizontaler Verstärkung  

Eine solche Klettermatte mit horizontaler Verstärkung bestünde bei mehr als 12 m Länge aus drei Teilen, die wir mit Muffen und Zapfen steckbar vorrichten würden.
Hier haben wir eine Feldweite von (cirka) 35 cm x 35 cm gewählt, die sich für einen holzigeren rankenden Bewuchs eignet.
Rankpflanzen lassen sich leichter als andere Kletterpflanzen in die Breite ziehen. Das mindert die Gefahr des Aufkahlens und begünstigt eine dauerhaft blickdichte Begrünung bodennaher Bereiche.

Fassadenbegrünung mit breitem Polygrün Rankgitter - Winteransicht
Breitenorientierte Fassadenbegrünung mit
Rankpflanzen im Winter (Prinzipdarstellung)  

Mit den dargestellten Kletterhilfen erreicht man volle Flächendeckung bei niedrigen Begrünungen. Die Beschränkung auf geringe Höhen erleichtert Pflegemaßnahmen - insbesondere Rückschnitte. Eine Feldweite etwa im Bereich um 30 cm x 30 cm bis 40 cm x 40 cm (je nach Bepflanzung) fördert diesen Aspekt ebenfalls. Es sind ausreichend viele haltgebende Profile vorhanden und deren Abstände stellen keine beachtenswerte Behinderung bei Schnittmaßnahmen dar.


Berankung von horizontalen Polygrün Rankhilfen

Obwohl Schnittmaßnahmen an Kletterhilfen mit o.a. Feldweiten wenig Aufwand erfordern, raten wir von der Kombination verschiedenartig kletternder Pflanzen an einer Kletterhilfe ab. Das gilt insbesondere für gleichzeitige Bepflanzung mit schlingendem und rankendem oder spreizklimendem Bewuchs. Bei solchen Kombinationen lassen sich die Triebe einzelner Pflanzen kaum ohne Beschädigung trennen und ggf. hindern sich die Pflanzen gegenseitig daran, artgerechten Halt an den Kletterhilfen zu erlangen.

Kombinationen verschieden kletternder Pflanzen an einer Kletterhilfe sollten intensiv gepflegten kleineren Begrünungen, z.B. in Privatgärten, vorbehalten bleiben. In allen übrigen Fällen empfehlen wir Arten gleicher Klettertechnik und Pflanzabstände, die mindestens so groß wie die halbe Wuchshöhe sind. (Siehe Tabelle Kletterpflanzen.)

Hier können Sie zum Beispiel "Variante 2" konkrete
Leistungsbeschreibungen und Preisangaben
für die gewählten Polygrün-Kletterelemente und geeignete Befestigungsmittel einsehen.

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