Allgemeines zur Ausschreibung von Fassadenbegrünungen mit Kletterhilfen
Grundsätzlich empfehlen wir eine Gliederung der Ausschreibungstexte für Fassadenbegrünung mit
Kletterhilfen nach folgendem Schema:
- Angaben zur Kletterhilfe, bzw. dem Rankgerüst
- Angaben zum Wandabstand und zur Befestigung
- Hinweise zur Montage
- Angaben zur Herstellung der Pflanzstelle (Bodenarbeiten) und Bepflanzung
- Maßnahmen zur Anwuchs- und Erhaltungspflege
Diese Gliederung berücksichtigt von vornherein eine in der Praxis meist sinnvolle Trennung der Gewerke. Wenn z.B. ein Fassadenbauunternehmen Kletterhilfen und Befestigungstechnik zukauft und einbaut, sollte für die gärtnerischen Arbeiten eine Fachfirma hinzugezogen werden. Fällt die Maßnahme in die Zuständigkeit eines GaLaBau-Betriebes, lässt dieser häufiger die Montagearbeiten fremd - meist vom Hersteller der Kletterhilfen - ausführen.
Wer die folgenden Erläuterungen überspringen will, findet hier einige weitgehend
vorformulierte Ausschreibungstexte für funktionale Polygrün-Kletterhilfen,
konforme Befestigungsmittel und nötige Montagearbeiten.
Obwohl wir uns an auch hier bemühen, möglichst universelle Empfehlungen zu geben,
beschränken wir sie auf "mehrachsige" Kletterhilfen, also Gitterstrukturen. Lineare Einzelstrukturen, wie z.B. Kletterstangen, Stahlrohre oder sog. "Rankseile"
sind uns i.d.R. schlicht zu "dünn", um allgemein als professionelle Kletterhilfe angesehen zu werden. An ihnen treten zu oft statische Problemen auf und sie bieten nur bedingt Möglichkeiten zur Verjüngung des Bewuchses durch Schnittmaßnahmen. Selbst bei aufwändigeren Konstruktionen führt Einzelaufleitung fast unvermeidlich zu Problemen bei der Erhaltung. (Siehe Beispiel)
Von dieser Einschränkung abgesehen, sollten die nachfolgenden Empfehlungen im Prinzip für alle individuellen Kletterhilfen geeignet sein - egal ob sie aus Holz, Metall, oder GFK (Polygrün) gefertigt werden sollen.
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