
Gelbe Kletterrose, evtl. 'Golden showers'

Kletterrose 'Indigoletta'® an Ranksäule
|
Die entsprechenden Rosen klettern spreizklimmend, bedienen sich also einer eher
passiven Kletterstrategie, die vornehmlich darauf basiert, dass sich ihre meist stachelbesetzten Triebe
in anderen Pflanzen, bzw. einem künstlichen Klettergerüst verhaken. Die mitunter vom Handel benutzten
Bezeichnungen "Rankrosen", bzw. sogar "Schlingrosen" sind daher unzutreffend. Es gibt
keine Rose, die rankend oder schlingend klettert.
Die Literatur gibt für Kletterrosen Wuchshöhen bis etwa 8 m an. Die Mehrheit der in Deutschland angebotenen
Kletterrosen erreicht allerding weniger als 5 m Höhe - einige Sorten sind deutlich wüchsiger. Da die weltweite Arten- und Sortenvielfalt
immens groß ist und ständig neue Sorten verfügbar werden, dürfte auch die Verfügbarkeit wuchsstärkerer Sorten zunehmen. Z.B. soll die chinesische Rosa gigantea in ihrer Heimat bis 30 m hoch werden können.
Als größte bekannte Rosenpflanze gilt eine 1885 gepflanzte 'Lady Banksia' in den USA. Sie soll eine
Fläche von mehr als 550 m² überdecken und der Stammumfang wird mit etwa 1,5m angegeben.
Solche Rekord-Dimensionen sind allerdings extrem außergewöhnlich und in Mitteleuropa nicht praxisrelevant. Trotzdem sollten die Lasten, die eine Kletterhilfe für
Rosen tragen muss, nicht unterschätzt werden. Das sommerliche Maximalgewicht (Nassgewicht) einer
8 m hohen, nicht allzu breiten und nicht übermäßig überhängenden Kletterrose liegt gemäß unserer
Online-Gewichtsabschätzung bei > 2 kN (200 kg).
Obwohl Kletterrosen - insbesondere Rambler - zur Bildung tiefer Überhänge tendieren, kann - im Gegensatz zu anderen Kletterpflanzen -
die Windlast aufgrund Durchströmbarkeit etwas abgemindert werden. Schnee- und Eislasten reduzieren sich
i.d.R. aufgrund Schnittmaßnahmen.
|