 Wuchs und Laub von Lonicera henryi,
Jungtrieb (grün) im zeitigen Frühjahr;
Kletterhilfe: Rundstab, schwarz, D=9 mm
 Lonicera tellmaniana,
blühendes Goldgeissblatt
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Alle Geißblätter haben eine lange Vegetationsperiode, Lonicera henryi ist sogar immergrün.
Die Blätter kletternder Lonicera-Arten sind ganzrandig eliptisch grün bis dunkelgrün und beim Immergrünen Geißblatt ledrig.
Bei einigen Arten ist das oberste Blattpaar zu einer Scheibe verwachsen.
Die Blüten sind röhrenförmig und je nach Art gelb, rot oder gelblich weiß bis rötlich. Einige Geissblatt- Arten duften vor allen abends und locken damit Nachtfalter zur Bestäubung an. Lonicera bilden rote oder schwarze Beeren, die von Vögeln gefressen werden.
Gegen am Geissblatt häufiger auftretendes Aufkahlen werden Rückschnitte nach der Blüte empfohlen. Bodentrockenheit macht die meisten Lonicera-Arten empfindlich gegenüber Blattlausbefall.
Die Wuchshöhe der kletternden Lonicera-Arten liegt allgemein zwischen zwei und sechs Meter. Unter diesem Aspekt sind die
laubabwerfenden Lonicara optimale Pflanzen für die Begrünung flacherer Gebäude,
bzw. Flächen geringer Höhen.
Lonicera henryi
erreicht nach Angaben der Literatur cirka acht Meter, meines Erachtens aber auch etwas mehr.
Entsprechend der Wuchshöhe liegen die Triebdurchmesser am Wurzelhals zwischen 2 und 5 cm.
Das Pflanzengewicht der kleineren Lonicera-Arten kann demzufolge mit etwa 1 kN angenommen
werden; für die ggf. größeren Arten/Sorten und spez. Lonicera henryi empfehle ich je nach Ausbreitungsmöglichkeiten eine Maximalgewichtsabschätzung - hier online durchführbar.
Je nach Größe sind die Geißschlingen schwach bis stark wüchsig. Letzteres gilt für Lonicera
henryi und L. tellmaniana. Die Literatur enthält keine Angaben übeer lichtfliehenden Wuchs.
Bei Lonicera henryi scheint mir solcher vorhanden zu sein - jedenfalls dringen Triebe tief in lichtlose Räume (z.B. unter Dacheindeckungen) vor. Für andere Geißblätter möchte
ich ihn nicht ausschließen.
Entsprechend rate ich davon ab, Lonicera henryi vor Fassaden mit offenen Fugen einzusetzen. Bei
den laubabwerfenden Arten mindern sich Pflegeaufwand und eventuelles Risiko mit der Größe, bzw. Wüchsigkeit.
Die Lebenserwartung ist wahrscheinlich höher als 25 Jahre.
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