Dann vertrocknen die oberirdischen Pflanzenteile, die Blätter werden nach einer eher kurzen Gelbfärbung unansehnlich und fallen großteils ab.Ihre durch die Behaarung rauhe Oberfläche bewirkt allerdings, dass viele Blätter irgendwo hängen bleiben. Ggf. schon ab zeitigem Spätsommer bietet Hopfen daher insgesamt meist keinen attraktiven Anblick mehr. Deswegen rate ich ab, ihn mit anderen Gehölzen so zu kombinieren, dass in diese hineinwächst. Lediglich die Fruchtstände der weiblichen Pflanzen behalten noch lange ihre Form und bei Trockenheit eine beige-bräunliche Färbung. Die Literatur gibt 4 bis 6 m Wuchshöhe für Humulus lupulus an. Etwas mehr (- 7,5 m) kann es unter günstigen Umständen schon werden. Die Triebe sind sehr schlank (ca. 1-1,5 cm Durchmesser am Boden). Hopfen ist entsprechend leicht. Als maximales Sommergewicht (durchnässt) können etwa 50 kp/Ataude (Hier bis etwa 5 kräftige Triebe und einige schwächere) angesetzt werden.
Lichtfliehende Orientierung der ohnehin nur krautigen (nicht verholzenden) Triebe scheint nicht vorhanden zu sein. An geeigneten Kletterhilfen bestehen daher uneingeschränkte Einsatzmöglichkeiten. Allerdings sollte; die jährliche
Entfernung der strohartigen abgestorbenen Pfanzenteile sicher gestellt werden. Neben dem wenig ansprechenden optischen Eindruck, den diese erwecken, stellen sie u.U. auch eine zwar sehr kleine, aber z.B. von spielenden Kindern leicht entzündbare Brandlast dar.
Über die Lebenserwartung der Staude liegen keine Angaben vor. Vermutlich könnte sie
"ewig" existieren, denn sie breitet sich in der Fläche aus. Sie verjüngt sich also sozusagen selbst auf jährlich frischem Boden, solange sie sich unterirdisch neuen Raum erschließen kann. Bei beschränkt großen Pflanzstellen - vor allem aber bei Kübelpflanzung sind Düngergaben zur Steigerung der Vitalität und der Lebenserwartung zweckmäßig.
© Thorwald Brandwein
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