Clematis-Hybriden - großblumige Waldreben
Ergänzende Infos und Bilder von Züchtungen

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Clematis-Hybride
'The President'
Clematis mme.galen
Clematis-Hybride
'Mme. Le Coultre'
Clematis nelly moser
Clematis-Hybride
'Nelly Moser'

Clematis dr. ruppel
Clematis-Hybride
'Dr. Ruppel'
Clematis niobe
Clematis-Hybride
'Niobe'
Clematis gipsy queen
Clematis-Hybride
'Gipsy Queen'

Alle hier stellvertretend für ein großes und ständig wachsendes Angebot interessanter Clematis abgebildeten Sorten sind seit langem handelsüblich und daher i.d.R. leicht zu beschaffen. Wer sich für neuere (modernere) Sorten interessiert, findet dazu Links auf meiner Haupsteite "Clematis-Hybriden/Züchtungen" und/oder in der "Biotekt-Linksammlung".
Die filigrane Struktur der Clematis-Hybriden ermöglicht vielseitige Verwendung. Sie eignen sich - sofern die Standortbedingungen gegeben sind - sowohl zur Fassadenbegrünung an flächigen Kletterhilfen, als auch zur Bepflanzung aller anderen Formen von Rankhilfen, z.B. Ranksäulen, und Gitterzäune. Auch Pavillions und Lauben sind bei entsprechender Ausfachung (siehe Pergolen und Klettergerüste) ideal zur Begrünung mit großblumigen Clematis geeignet. Die klassische Rankhilfe im Rautenmuster stellt eine optimale Unterlage dar, solange keine zu dicken Stäbe/Leisten dafür verwandt werden. Einige marktgängige Rankhilfen dieser Bauart werden aus flachen Hölzern in Breiten >3 cm gefertigt. An solchen können Clematis nur durch Einflechten Halt finden und gelegentlich kommt es zu Hitzeschäden. Insbesondere für Begrünungen, deren geplante Höhe über Reichweite vom Boden aus liegt, sollte man daher Rank- bzw. Kletterhilfen wählen, deren Profile artgerecht umrankbar dünn sind.

Entsprechend ihres Wuchses in natürlicher Umgebung können natürlich auch angemessen strukturierte Gehölze (Sträucher) mit solchen Clematis-Sorten bepflanzt werden, ohne diese gleich zu überwuchern. Z.B. bietet sich die Kombination mit höheren Rosen an.

Die öfter mal angeregte oder diskutierte Kombination von Clematis-Hybriden mit anderen Kletterpflanzen in Form einer "Ineinanderpflanzung" halte ich dagegen für weniger empfehlenswert. Die Kombination mit Schlingpflanzen (auch mit deutlich älteren) ist m.E. meist unzweckmäßig (Ausnahme: Aufgekahlte Geissblätter). Dagegen erscheint es sehr viel praktikabler, Clematis mit sprossrankenden Kletterpflanzen (hier z.B. Vitis-Arten) oder Spreizklimmern (z.B. Kletterrosen) zu kombinieren.
In der Praxis wird es aber auch bei einfacheren Kletterpflanzen-Kombinationen doch öfter problematisch, beide Arten so zu schneiden, dass sich beide angemessen entfalten können. Auch bei vorsichtig ausgeführtem Schnitt, kommt es immer wieder zu ungewollten Beschädigungen an der einen oder anderen Pflanze. Man braucht Zeit und Geduld zum Herauslösen jener Zweige, die man beseitigen will oder muss. Über kurz oder lang dominiert die wüchsigere Pflanze und bei ungeschickter Kombination ist es meist die Clematis, die dadurch zu einem eher kümmerlichen Dasein verurteilt wird.
M.E. sollte selbst bei günstigeren Voraussetzungen für solche Kletterpflanzen-Kombinationen (auch) die zugepflanzte Clematis mindestens eine minimale "eigenständige" Rank- oder Kletterhilfe erhalten. So kann ihr substanzieller Erhalt prinzipiell wesentlich leichter gewährleistet werden.

© Thorwald Brandwein


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