In der "Grünen Branche" bezeichnet man mit dem Begriff "Kletterhilfen"
übergreifend alle denkbaren Strukturen, an denen Kletterpflanzen in die Höhe wachsen können.
Diese Strukturen können künstlich hergestellt, oder natürlichen Ursprungs sein.
Beispiele für Kletterhilfen natürlichen Urspunges sind z.B.:
- Findlinge, Stelen u.ä. Natursteine oder gewachsene Holzstrukturen, die zweckgemäß
bearbeitet und/oder aufgestellt werden oder
- lebende Pflanzen, die als Träger (Unterlage) für kletternden Bewuchs gewählt werden.
Künstliche Kletterhilfen sind sowohl in der Praxis der Bauwerksbegrünung, als auch der Grünflächen-,
bzw. Gartengestaltung bedeutsamer, als die vorstehenden "natürlichen" Kletterhilfen. Sie
werden "konstuiert" und können daher anforderungsgerecht optimiert werden.
Grundsätzlich kommen drei Bauweisen (Konstruktionsweisen) für künstliche Kletterhilfen zur Anwendung:
- Wandgebundene Kletterhilfen für die Fassadenbegrünung (darunter Rankgitter)
- einem Bauwerk angelehnte Kletterhilfen (Pergolen)
- freistehende Kletterhilfen - Lauben und andere Klettergerüste.
Der Begriff "Rankhilfe"
Umgangssprachlich werden Kletterhilfen sehr oft als "Rankhilfen" bezeichnet. Das kann zutreffend
und richtig sein, ist es aber nicht öfter, als eine Kletterpflanze eine Rankpflanze ist. Nicht jede
Kletterpflanze rankt - die Mehrheit schlingt (windet) oder klimmt. Eine Rankhilfe (auch ein Rankgitter) ist
idealerweise entsprechend der Kletterstrategien und Wuchsmerkmale rankender Pflanzen (Pflanzen die Rankorgane bilden)
konstuiert. Dabei sollte vor allem die aktive Rankenlänge und die Wüchsigkeit berücksichtigt werden. Gute
(artgerecht angepasste) Rankhilfen sind meist weniger - oder garnicht - als Kletterhilfe für Schlingpflanzen,
Spreizklimmer und selbstklimmende Kletterpflanzen geeignet.
wird forgesetzt ....
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