Polygrün – die Kletterbasis
Sonderformen
Beispiel für Rankhilfen ähnlich Bäumchen und Bäumen

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Diese Polygrün-Sonderform entstand 1985 als einer der ersten Prototypen von Polygrün-Kletterhilfen - d.h. noch vor Gründung der Firma Thorwald Brandwein - Gebäudebegrünungen.

Polygrün-Rankhilfen /Rankgerüst Modell Bäumchen
Fassadenbegrünung mit Kletterhilfe
Aussicht auf eine kleine Garagenwand
(Mai/Juni 2005)

Als sie 2005 fotografiert wurde, war sie also ziemlich genau 20 Jahre alt. In diesem Zeitraum ist daran kein Handschlag für Pflege oder Erhalt der Konstruktion geleistet worden - wie man sieht, wäre das auch in keiner Weise nötig gewesen.

Seit 1985 ist diese Kletterhilfe mit einer Campsis radicans bepflanzt unter der sie in den Sommermonaten vollständig verschwindet. Im Herbst legt ein "rabiater" Rückschnitt die Kletterhilfe wieder frei.
Dieser eigentlich völlig unpassende Bewuchs wurde gewählt, da der sehr trockene Standort sich bei sonnigem Wetter in den Nachmittagstunden extrem aufheizt und weil eigene praktische Erfahrungen mit einem Selbstklimmer an einer wandgebundenen Kletterhilfe gewonnen werden sollten.Wie erwartet, hindert auch ein großer Wandabstand (hier 16 cm) die an den Nodien Haftwurzeln bildende Trompetenwinde nicht am Bewuchs der Fassade.

Durch regelmäßige Eingriffe alle paar Tage während der Vegetationsphase (min. Mai bis Oktober) ließe sich dies zwar unterbinden, aber die dazu nötige intensive "Erziehung" dürfte selbst im kleinsten Privatgarten nicht praxisgerecht sein.
Auch in diesem Fall wird auf solche Arbeiten verzichtet und eine gewisse Beeinträchtigung der Fassade durch den Bewuchs in Kauf genommen. Diese äußert sich darin, dass jedes Jahr einige Triebe die Wand bewachsen und nach dem Rückschnitt im Spätherbst punktuell Haftwurzeln auf dem Anstrich verbleiben.

Fassadenbegrünung - Spuren von Campsis radicans trotz Rankhilfe   Haftwurzeln Campsis radicans   Fassade nach maschineller Haftwurzelentfernung Links: Fassadenverschmutzung durch Haftwurzeln von Campsis radicans 6 Jahren nach Neuanstrich.
Mitte: Punktuelle Haftwurzeln (wie auch bei Kletterhortensien den Nodien entspringend)
Rechts: Ergebnis einer weniger schonenden Reinigung (Drahtbürste auf schwacher Maschine)

Diese punktuellen Haftwurzelreste von Campsis lassen sich auf festen Putz mit Anstrich (hier Fassadenfarbe auf Acrylatbasis [StoColor Crylan]) recht einfach entfernen - jedenfalls deutlich leichter als die Bänder von Haftwurzeln, die Efeu hinterlässt. Das gilt erfahrungsgemäß für alle Untergründe. Wie stark eine Fassade durch Haftwurzelentfernung beansprucht wird, richtet sich allerdings nach so vielen Kritertien, dass keine verbindlichen Allgemeinaussagen über Aufwand oder Ergebnis möglich sind.

Im hier beschriebenen Fall waren unabhängig von den Haftwurzeln Beiputzarbeiten nötig, die einen Neuanstrich der Fläche erforderlich machten. Die Entfernung der Haftwurzeln konnte daher ohne Rücksicht auf den vorhandenen Anstrich ausprobiert werden.
Im Bild rechts erkennt man in der rechten Hälfte ein weitaus besseres Reinigungergebnis als in der linken. Rechts wurde zeitintensiv von Hand mit einer weicheren Edelstahlbürste gereinigt. Schon das Ergebnis dieser Trockenreinigung war recht ansprechend. Erfahrungsgemäß hätte man es durch nachträgliche Nassreinigung noch deutlich verbessern können.

Links erfolgte eine sehr viel schnellere Enfernung - flott mit Maschinchen (Drahtbürste auf Akkubohrer) ... Die bereits deutlich effektivere Entfernungsmethode bewirkte punktuelle Graufärbung (Bild oben rechts), die sich i.d.R. auch durch Nassreinigung nicht mehr beseitigen lässt. Stärkere und schneller drehende Maschinen verstärken diesen Effekt.
Wenn ein (Neu)Anstrich vermieden werden muss, verbieten sich demnach maschinelle Trockenreinigungen mittels Bürsten (und natürlich "Abflämmen"). In diesem Fall sind Nassreinigungsverfahren (ggf. unter Hochdruck - siehe auch "Efeu entfernen"), ggf. auch Strahlverfahren mit Sand oder Trockeneis zu empfehlen.

Die Fotos rechts belegen außerdem, dass Kletterhilfen einer gewissen Breite bei Fassadenanstrichen keinen erheblichen Mehraufwand bewirken müssen. Ein Wandabstand ab etwa 15 cm erlaubt durchaus den Einsatz dazu allgemein gebräuchlicher Werkzeuge. Die oft auch pflanzengerechte Herstellung eines größeren Wandabstandes erspart i.d.R. auch in dieser Hinsicht zusätzlichen Aufwand.

Fassadenanstrich hinter Rankhilfe und Begrünung
Anstricharbeiten hinter Fassadenbegrünung...

Sanierung begrünte Fassade
sind kein Problem bei ausreichendem
Wandabstand der Kletterhilfen

Weitere Fotos zum Thema :

Dekorative Kletterhilfe (Rankgitter) - auch für Rosen
Die Wandsanierung ist seit ca. 14
Tagen abgeschlossen (28.04.07)
Kletterhilfe nach Bepflanzung
Zum Vergleich:
1. Foto nach Anlage 1986


und ein Sommerbild aus 2007

Kletterhilfe in Baumform aus Kreisen
Eine andere Polygrün-Sonderform
Kletterhilfe für Clematis montana

Kletter- und Rankhilfen in solcher oder ähnlicher Ausführung sind eigentlich für den Bewuchs mit schwachwüchsigen, laubabwerfenden Gerüstkletterpflanzen konzipiert. Schnittverträgliche Arten - ggf. auch solche mit lichterer Struktur - wären zu bevorzugen. Rankende und spreizklimmende Kletterpflanzen entwicklen eher einen angemessenen Breitenwuchs als Schlingpflanzen.
Die hier beispielhaft abgebildeten "Polygrün-Sonderformen" (Siehe auch Prospekt Seite 4) eignen sich daher bevorzugt zur Fassadengestaltung mit Kletterrosen.

© Thorwald Brandwein

Verwandte Themen ...
in der "FAQ Fassadenbegrünung mit Kletterpflanzen" ... auf allgemeinen "Biotekt-Seiten" (Beschreibungen von Kletterpflanzen)

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