Polygrün – die Kletterbasis
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Eine eigentlich zu kleine Kletterhilfe zur Fassadenbegrünung wurde mit Wisteria sinensis bepflanzt. Aufgrund des Wuchses dieses Blauregens wurde im 2. Standjahr eine Erweiterung der Kletterhilfe bis in die Spitze des Giebels, sowie eine horizontale Überspannung der Garagenzufahrten zum Nachbarhaus montiert Bereits im dritten Standjahr dieser Fassadenbegrünung hatte sich die Bepflanzung über die verfügbare Fläche hinaus ausgebreitet. Sie erklomm nicht nur die Dachantenne, sondern wucherte auch in die Stromleitung hinein. Um die daraus resultierenden Gefahren zu mildern, wurde der nachträglich ergänzte Teil der Kletterhilfe (oberhalb des linken Fensters) wieder demontiert. |
![]() Wisteria überwuchert Kletterhilfe, Stromleitung und Antenne. Der Entwurd dieser kleinen Maßnahme (inkl. vorgesehener Ergänzung wurde übrigens 1987 in der Fachzeitschrift "Neue Landschaft" vorgestellt. |
![]() Polygrün-Kletterhilfe © Thorwald Brandwein |
Damit wurde die ursprüngliche Form der "Rankhilfe", die eigentlich zum Bewuchs durch eine Clematis vorgesehen war, wieder hergestellt. Dadurch wächst der - hier unangepasste - Blauregen zwar nicht langsamer, aber die nötigen Schnittintervalle haben sich deutlich verlängert. Es ist aber - u.a. zum Schutz der Dachziegel - neben dem Winterschnitt, immer noch mindestens ein leicht machbarer Sommerschitt nötig. Die seinerzeit im Rahmen der Erweiterung montierte Horizontalverbindung zum Nachbarhaus wurde gut bewachsen - allerdings musste der Leittrieb regelmäßig (wöchentlich) "auf Linie gebracht" werden. Er umwand das schlanke Stabprofil nicht selbstständig. Das ist eher normal als ungewöhnlich. Selbstständiges Umwinden von Horizontalprofilen kann zwar mitunter bei niedrig gehaltenen Wisterien beobachtet werden - allerdings wenn, dann i.d.R. in südliche Richung. Hier wurde die Pflanze nach Osten geführt. |
